Editorial

Liebe Leserinnen und Leser, 


die Gestaltung der Mobilitätswende ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit. Mobilität ist
die Basis unseres Wirtschaftens und Lebens. Heutige Mobilitätsformen ermöglichen es Menschen und
Dingen, Raum und Zeit so schnell zu überwinden, wie es sich vor hundertfünfzig Jahren niemand auch
nur annähernd vorstellen konnte. Neuestes Beispiel: Die Vision eines Hyperloops, der mit  Überschallgeschwindigkeit durch eine Vakuumröhre „rauscht“ oder „zischt“ - wozu zu sagen ist, im Vakuum gibt es kein Rauschen oder Zischen! Da müsste sich auch unser Wortschatz anpassen!


Daneben steht der Wunsch, das Reisen nicht nur so schnell, sondern auch so angenehm wie möglich
zu gestalten. Viele Bestrebungen in diesem Kontext nutzen den Megatrend „Digitalisierung“. Stichwort
hierzu: Autonomes Fahren, also Fahrzeuge ohne Fahrer, ohne Lenkrad, ohne Schalthebel und Pedale,
ein revolutionärer Ansatz. Hier bieten sich Internet-Giganten und Automobilhersteller einen Wettlauf.
Laut einer Studie des Fraunhofer IAO aus dem Jahr 2015 könnten diese Systeme „bereits vor 2025
technische Reife erlangen“ und danach eine „Wertschöpfung am Standort Deutschland in Höhe von
8,8 Milliarden Euro“ ausmachen.


Einen evolutionären Weg bedeutet dagegen der Wettlauf um das sogenannte hochautomatisierte
Fahren. Der Fahrer hat immer die Möglichkeit, das Fahrzeug zu führen, kann aber die Fahraufgabe zeitweise auf das Auto übertragen, das so sicher und zuverlässig weiterfährt, dass der Fahrer sich fahrfremden Tätigkeiten widmen darf. Also z.B. E-Mails bearbeiten, Dokumente lesen, Filme schauen oder
auch Social Media nutzen. Wir berichten über das jüngst abgeschlossene Forschungsprojekt Ko-HAF –
Kooperatives hochautomatisiertes Fahren auf Seite 5, bei der die ZENTEC als Projektkoordinator eine
tragende Rolle gespielt hat.


Wichtiger Aspekt bei all den visionären und bereits existierenden Fortbewegungsmitteln ist die Energieeffizienz und die Umweltverträglichkeit. Elektrische Antriebe könnten hier einen wichtigen Beitrag leisten. Doch von Herstellung über Betrieb bis hin zumRecycling der Lithium-Ionen-Akkus haben noch  viele Faktoren Optimierungsbedarf, um einen echten Vorteil gegenüber anderen Antrieben zu realisieren.
Und schließlich müsste auch erst eine flächendeckende Hochleistungs-Ladeinfrastruktur geschaffen
werden, um die Akzeptanz zu steigern.


Das Thema Mobilität wird uns also auch die nächsten Jahre beschäftigen und bietet Raum für viele
Innovationen. Was sich wann und wie durchsetzt, bleibt abzuwarten. In diesem Sinne wünschen wir
Ihnen wieder zahlreiche Anregungen beim Lesen dieser Ausgabe.


Ihre Z!-Redaktion

 


Wussten Sie schon...

dass die Realisierung von Flugtaxis gar nicht so weit hergeholt ist? Ein badisches Unternehmen
hat bereits im Jahr 2011 einen ersten Prototyp abheben lassen. Der Volocopter, so sein Name, kann zwei Personen befördern und wird elektrisch angetrieben. Es soll insbesondere in Städten als weiteres On-Demand- Beförderungsmittel seinen Platz finden. Ein Chauffeur bzw. ein ausgebildeter Pilot sei nicht von Nöten, so der Hersteller. Eine kurze Einweisung würde genügen, damit jeder den Volocopter sicher durch die Skylines fliegen könne. Eine 5-jährige Testphase dieser bemannten  Drohne läuft aktuell in Dubai.



 

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