Weniger Staus und überlastete Straßen – Smart City: Vision oder Realität?

Der Individualverkehr ist das große Sorgenkind der Kommunen. In Deutschland fahren etwa zwei Drittel der arbeitenden Bevölkerung mit dem Auto zur Arbeit. Der durchschnittliche deutsche Autofahrer verbringt so jährlich ca. 100 Stunden im Stau. In den 22 größten deutschen städtischen Gebieten verursachen -Verkehrstaus pro Jahr 7,5 Milliarden Euro zusätzliche Kosten für die Privathaushalte. Die Folgen des Straßenverkehrs sind für die Umwelt und somit für uns Menschen verheerend.
Die CO2-Emissionen haben sich trotz eines insgesamt sinkenden Treibhausgasausstoßes in der EU zwischen 1990 und 2010 um 21 % dramatisch erhöht und steigen weiter an. So stieg in Deutschland der CO2-Ausstoß durch Verbrennungsmotoren 2016 insgesamt um 5,4 Millionen Tonnen. Dieselmotoren emittieren zusätzlich Stickoxide (NOx) und spielen eine entscheidende Rolle bei der Feinstaubbelastung in den Innenstädten.

 

Nach Angaben der EU entfallen auf den Straßenverkehr 40 % der Stickoxidemissionen. Rund 80 % davon stoßen Dieselfahrzeuge aus, Hauptverursacher sind die Diesel-Pkw mit einem Anteil von etwa 67 %.


Fakt ist:

  • Der Verbrauch an Fläche und Ressourcen,
  • die Lärmbelastung und
  • der Schadstoffausstoß in Städten

müssen gesenkt werden, um die Ziele der Umwelt-, Gesundheits- und Klimapolitik zu erreichen und um den Bedürfnissen jedes einzelnen Bürgers gerecht zu werden. Derzeit sind die Städte weit vom Idealbild
entfernt – einer lebenswerten Umgebung mit kurzen Wegen, vielen Grünflächen, gesunder Luft, wohnsitznaher Versorgung und nicht zuletzt: mit umweltfreundlicher Mobilität, die vor allem auch klimaschonende Alternativen wie Elektrobusse, Car-Sharing oder Leihfahrräder einschließt.


Smart City ist längst keine Vision mehr
Die Smart City – oder die „Stadt 4.0“ wird vielerorts mit Riesenschritten realisiert: Eine möglichst große Vernetzung unterschiedlicher Bereiche auf vielen Ebenen bietet Städten die große Chance einer „smarten“ technologischen Entwicklung. Der Schlüssel für eine integrierte Stadtentwicklung liegt im Einsatz neuer Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT). Bezogen auf die Mobilität bedeutet das maximale Kooperation und Vernetzung telemetrischer Daten / Systeme in Echtzeit im Sinne einer effizienten Nutzung der Straßeninfrastruktur.


Weniger Staus und überlastete Straßen?
Mit PSIroads/MDS powered by Qualicision wird diese Vision zur Realität. Diese Situation hat wohl jeder Autofahrer schon einmal erlebt: Das Navigationssystem im Auto schlägt eine Route vor – doch die ist beim Eintreffen schon überlastet. Das multikriterielle Entscheidungswerkzeug PSIroads/MDS bietet hier eine intelligente Lösung. Denn die Software PSIroads/MDS erlaubt dem Anwender Entscheidungen anhand des zukünftigen Verkehrsszenarios zu treffen. Es basiert auf dem KI-Werkzeug Qualicision, dass von PSI bereits für vergleichbare Anwendungen in anderen Märkten sehr erfolgreich eingesetzt wird. Den Kommunen liefert PSIroads/MDS damit nicht nur Vorschläge für die direkte Verkehrsbeeinflussung, sie kann auch helfen, vorhandene Problemstellen in der Stadtplanung indirekt zu korrigieren. Denn die Verkehrsleitung kann mit diesem Werkzeug flexibler als je zuvor gehandhabt werden.


Verkehrsflüsse sinnvoll und ganzheitlich optimieren
PSIroads/MDS optimiert die Nutzung von Verkehrsnetzen so, dass Verkehrsteilnehmer ihre individuellen Ziele bestmöglich erreichen. Dabei ermöglicht das System, Straßenbetreibern und Umweltbehörden den Verkehrsfluss nach frei definierbaren, strategischen und ökologischen Zielen zu steuern. Dazu werden mögliche Maßnahmen zur Verkehrsbeeinflussung auf Basis der aktuellen und erwarteten Verkehrssituation vor dem Hintergrund der Ziele bewertet. Darüber hinaus werden auch Regeln für die Kooperation von unterschiedlichen Straßenbetreibern definiert und situationsbedingt angewendet. Dies ermöglicht ein Verkehrsmanagement über die Grenzen von Zuständigkeiten hinaus.

 

PSIroads/MDS – die App für Verkehrsteilnehmer

Der Verkehrsteilnehmer nutzt PSIroads/MDS als Applikation für mobile Endgeräte. Nach der Erstellung
eines Profils wählt der Nutzer sein Ziel und kann direkt starten. Der Begriff Verkehrsteilnehmer umfasst eine große Gruppe von Personen: z. B. Liefer- und Berufsverkehr, Touristen und Besucher mit und ohne Fahrzeug, ÖPNV, Fußgänger, Radfahrer, Rollstuhlfahrer etc. Es gilt, die individuellen Ziele der Verkehrsteilnehmer – möglichst schnell, direkt und staufrei von A nach B zu gelangen – mit den urbanen Zielen der Städte zu kombinieren – nämlich der Vermeidung von Emissionen, Staus und Gefahren.


Viele Wege führen zum Ziel
Im Gegensatz zu Routenvorschlägen des Navigationssystems sorgt die selbstlernende Software PSIroads/MDS dafür, dass Teilnehmer unterschiedliche Routen, aber auch andere Verkehrsträger (E-Auto, Bus/Bahn, Car-Sharing, Fahrrad etc.) und zeitliche Maßnahmen (früher bzw. später losfahren) bei gleichen Destinationen nutzen. Der vorgeschlagene Weg zum Ziel wird so effizient und staufrei. Die Verkehrsteilnehmer bekommen sinnvolle Vorschläge und Hinweise, was die Vertrauenswürdigkeit in das Verkehrssystem erhöht.

 

PSIroads/MDS

  • kann problemlos in bestehende Verkehrsleitzentralen integriert werden
  • ist im täglichen Verkehrsmanagement einfach einzusetzen
  • ermöglicht die regionale oder bundesweite Kooperation verschiedener Straßenbetreiber
  • ist für eine Vielzahl von Aufgabenstellungen anwendbar.

Erfolgreich getestet und prämiert
Im Rahmen eines EU-geförderten Projektes wurde PSIroads/MDS mit der niederländischen  Verkehrsbehörde (Rijkswaterstaat) und dem britischen Autobahnbetreiber Highways England umgesetzt. PSIroads/MDS wurde 2017 von der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur als Leuchtturmprojekt für intelligente Mobilität ausgezeichnet.


Ansprechpartner

PSI Mines&Roads GmbH
Boschweg 6
63741 Aschaffenburg
06021 366-0
dnoss@psi.de; traffic@psi.de
www.psi-minesandroads.de


 

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