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Netzwerke, Cluster und Technologieförderungen
Forschungsinitiative Ko-FAS
Zwischenpräsentation lässt auf baldige Umsetzung in Serienfahrzeugen hoffen

Auf Deutschlands Straßen sterben jedes Jahr mehrere tausend Menschen bei Verkehrsunfällen. Durch zahlreiche Maßnahmen besteht mittlerweile ein hohes Sicherheitsniveau in allen Fahrzeugklassen, die Zahl der zu beklagenden Todesopfer ist jedoch nach wie vor hoch. Die Sicherheit könnte deutlich erhöht werden, falls eine Unfallgefahr von den Fahrzeugen vorzeitig erkannt werden könnte, um den Fahrer zu warnen oder um präventive Schutzmaßnahmen einzuleiten.
Im Rahmen der Forschungsinitiative Ko-FAS werden daher Technologien erforscht, wie unfallkritische Situationen frühzeitig erkannt und Unfallfolgen damit gemindert oder Unfälle sogar ganz verhindert werden können. Im Rahmen einer zweitägigen Zwischenpräsentation der Forschungsinitiative Ko-FAS wurde in hochwertigen Fachvorträgen und zahlreichen, weltweit einmaligen Fahrdemonstrationen gezeigt, wie kooperative Sensortechnologien für eine lückenlose Umfelderfassung und ein kooperatives Zusammenwirken von Fahrzeugen sowie die zuverlässige Eigenlokalisierung auch in urbanen Umgebungen zur Steigerung der Verkehrssicherheit in der Praxis eingesetzt werden können. Knapp 200 Teilnehmer aus der Fachszene waren dazu am 28. und 29. September 2011 nach Aschaffenburg und Alzenau gereist.
Theorie…
Am 28. September präsentierten die Forschungsexperten aus den drei Verbundprojekten der Forschungsinitiative – nach Begrüßung durch Dr. Sven Halldorn Abteilungsleiter Technologiepolitik im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie) – die erreichten Zwischenergebnisse dem interessierten Fachpublikum zunächst anhand von 17 Vorträgen. Die Referenten zeigten dabei im Detail und in anschaulicher Art und Weise die bisherigen Forschungsarbeiten und gaben einen Ausblick auf die kommenden Aktivitäten und die Ziele, die bis zum Ende der Projektlaufzeit im Sommer 2013 erreicht werden sollen.
…und Praxis
Noch anschaulicher wurden die erreichten Zwischenziele am 29. September mittels zahlreicher Fahrdemonstrationen und Präsentationen im Continental Safety Park in Alzenau aufgezeigt. Nach einführenden Worten durch Matthias Erdmann (Referent im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie) sowie Stephan Zecha (Koordinator der Forschungsinitiative Ko-FAS, Continental Safety Engineering International) nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit, durch Mitfahrt in den Versuchsträgern sowie Besuch der zahlreichen Technologiepavillons, die Potenziale kooperativer Sensorik hautnah in der Praxis zu erleben.
Im Einzelnen wurden folgende Fahrdemonstrationen und Präsentationen gezeigt:

Continental Safety Park Country Track (Verbundprojekt Ko-TAG)
- Radfahrerschutz
- Fußgängerschutz
- Präsentationen zu Ortungstechnologie, Kommunikation und Protokolle sowie zu den Ko-TAG-Applikationen Fußgängerschutz, Rundumsicherheit und Eigenlokalisierung.

Continental Safety Park Dynamic Area (Verbundprojekte Ko-KOMP / Ko-PER)
- Channel-Sounder
- Fahrroboter / Moving Target Device
- IPOS – Infrastrukturgebundenes Schutzsystem für den Straßenverkehr
- Kooperative Perzeption im Längsverkehr

Continental Safety Park City (Verbundprojekt Ko-PER)
- Fahrsimulator Mensch-Maschine-Interaktion
- Umfelderfassung durch intelligente Kreuzung
- Kooperative Perzeption im Kreuzungsverkehr
- Präsentationen aus den Ko-PER Arbeitsgruppen Fahrzeuge, Mensch-Maschine-Interaktion, Kommunikation, Lokalisierung sowie Kreuzung
Das große Interesse und die zahlreichen positiven Rückmeldungen des Fachpublikums untermauern, dass die Forschungsinitiative Ko-FAS wegweisende Technologien erforscht und damit einen substanziellen Beitrag leistet, auch in Zukunft die weltweite Innovationsführerschaft Deutschlands im Automobilsektor zu sichern.
Ansprechpartner
Sebastian Krug
Telefon: 0 6022 26-2050
E-Mail: administrator@Ko-FAS.de
Forschungsinitiative Ko-FAS
Kooperative Sensorik und kooperative Perzeption für die Präventive Sicherheit im Straßenverkehr Ziel der Forschungsinitiative Ko-FAS ist es, wesentliche Beiträge zur Steigerung der Verkehrssicherheit zu leisten, also die Zahl von Verkehrsunfällen zu reduzieren sowie deren Folgen soweit möglich zu mindern. Die Forschungsinitiative Ko-FAS entwickelt dazu neuartige Technologien, Komponenten und Systeme, die den Verkehrsteilnehmern mittels kooperativer Sensorik und Perzeption ein umfassendes Bild der Verkehrsumgebung bereitstellen. Auf dieser Basis ist es möglich, kritische Verkehrssituationen frühzeitig zu erkennen, sodass mit vorbeugenden Maßnahmen Unfallsituationen vermieden oder Unfallfolgen wesentlich vermindert werden können. Die genannten Technologien basieren auf dem Zusammenwirken von Sensoren der verschiedenen
Verkehrspartner und verwenden neueste Verfahren der Kommunikationstechnologie zum Austausch dieser Informationen.
Projektpartner
- BMW Forschung und Technik GmbH, München
- Continental AG Division Chassis & Safety, Frankfurt
- Continental Safety Engineering International GmbH, Alzenau
- Daimler AG, Sindelfingen
- Delphi Deutschland GmbH, Wuppertal
- Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen, Erlangen
- Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, Berlin
- Hochschule Aschaffenburg
- Karlsruher Institut für Technologie, Institut für Theoretische Elektrotechnik und Systemoptimierung
- SICK AG, Hamburg
- Steinbeis Innovationszentrum für Embedded Design und Networking, Lörrach
- Technische Universität München, Fachgebiet Höchstfrequenztechnik
- Universität Passau, Institut für Softwaresysteme in technischen Anwendungen der Informatik FORWISS
- Universität Ulm, Institut für Mess-, Regel- und Mikrotechnik
- Universität Würzburg, Interdisziplinäres Zentrum für Verkehrswissenschaften, Würzburg
- ZENTEC GmbH, Großwallstadt
Koordination, Administration und Förderung
Die Koordination der Forschungsinitiative Ko-FAS liegt bei der Continental Safety Engineering International, die Administration bei der ZENTEC. Die Arbeiten werden aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie gefördert.





