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PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN
Fraunhofer LBF unterstützt Entwicklung von 3-D-Laser-Schweißtechnik
Forschungsprojekt QuInLas soll den Schiffbau stärken
Wenn im Hamburger Laserzentrum Nord neue lasergestützte Systemlösungen für das Verschweißen von Stahlelementen erforscht werden, ist das Darmstädter Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF mit an Bord. Im Rahmen des Projektes QuInLas (Qualitätsgerechte 3-D-Laser-Schweißbearbeitung innovativer Schiffskonstruktionen) soll mit innovativen Fertigungslösungen durch Lasereinsatz vor allem der Schiffbau gestärkt werden. Aber auch der Fahrzeug- und Maschinenbau wird vom Forschungsprojekt profitieren.
Ziel von QuInLas ist die automatisierte Herstellung großer dreidimensionaler Stahlstrukturen. Bislang werden die großen Teile zumeist manuell geschweißt, da eine Automatisierung aufwendig und teuer ist. Im Rahmen des Forschungsprojektes wird nun eine lasergestützte Systemlösung entwickelt, die die Qualität erhöhen und die Kosten minimieren soll.
Aufgabe des Fraunhofer LBF ist die Entwicklung einer Bemessungs- und Bewertungsempfehlung, die es ermöglicht, die lokalen Festigkeiten aufgrund von Schweißnahtimperfektionen bei der Bemessung zu berücksichtigen. Weiterhin soll die Auswertung der Online-Schweißprozess-Überwachung und der zerstörungsfreien Postprozess-Schweißnahtqualitätsüberwachung eine Bewertung der tatsächlichen Festigkeit ermöglichen. Damit wollen die Darmstädter Forscher zu einer Reduzierung des Ausschusses beitragen.
Während das Fraunhofer LBF in Zusammenarbeit mit dem Institut für Konstruktion und Festigkeit von Schiffen der TU Hamburg- Harburg die Bemessungs- und Bewertungsempfehlung erarbeitet, entwickelt das Fraunhofer-ILT die Online-Prozess-Überwachung und das Fraunhofer-IZFP das auf Ultraschall basierende zerstörungsfreie Prüfverfahren zur Postprozess-Überwachung. Durch Integration der beiden Diagnoseverfahren wird eine optimierte Schweißnahtbemessung bzw. –bewertung angestrebt.
12,5 Millionen Euro stehen für das Forschungsprojekt bereit, 7,5 Millionen Euro finanziert das Bundesministerium für Wirtschaft und 5 Millionen Euro kommen von der Industrie. Die Federführung des Forschungsprojekts liegt beim Institut für Laser und Anlagesystemtechnik (iLAS) der Technischen Universität Hamburg- Harburg; Pilotkunden und Projektpartner sind die Werft Blohm+Voss sowie der Germanische Lloyd.
Ansprechpartnerin
Anke Zeidler-Finsel
Telefon: 06151 705-268
E-Mail: anke.zeidler-finsel@lbf.fraunhofer.de





