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PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN

Mit geometrischer Algebra schneller zum Ergebnis

TU Darmstadt beschleunigt Software-Entwicklung

Software und Software-Entwicklung werden zunehmend zu wettbewerbsbestimmenden Faktoren quer durch alle Branchen. Technische Software, wie sie beispielsweise im Engineering-Bereich zur Robotersteuerung eingesetzt wird, ist mitunter jedoch überaus komplex und ihre Entwicklung ein zeitaufwändiger Prozess. Eine neuartige Technologie kann hier helfen, jede Menge Zeit und Kosten zu sparen: Die Geometrische Algebra. Der Vorteil: Software-Algorithmen können um ein Vielfaches kompakter gestaltet werden, der Entwickler kann bereits während der Entwicklung des Algorithmus visuell und interaktiv überprüfen, ob dieser korrekt funktioniert.

Ursprung in der Wissenschaft

Bisher wird die Geometrische Algebra hauptsächlich an Universitäten eingesetzt. Nun soll sie Unternehmen helfen, bei der Entwicklung von technischer Software Zeit und Kosten zu sparen. Bislang müssen im technischen Bereich oft mehrere mathematische Systeme miteinander kombiniert werden, um ein Programm zu erstellen. Die geometrische Algebra jedoch vereinigt verschiedene Systeme in sich. So genügt ein einziges System, mit dessen Hilfe aus der geometrischen Intuition heraus gerechnet wird – ohne seitenweise Formeln verwenden zu müssen. So werden beispielsweise Kugeln, Kreise oder Ebenen zu mathematischen Sprachmitteln, mit denen direkt gerechnet werden kann. Auf diese Weise wird der Software-Entwicklungsprozess erheblich vereinfacht und beschleunigt.

Interaktiv entwickeln

Dazu kommt, dass mit Hilfe der Geometrischen Algebra ein interaktives Entwickeln ermöglicht wird. Dies bedeutet, die Entwickler können das Ergebnis ihrer Arbeit sofort dreidimensional auf dem Bildschirm überprüfen und bereits während der Eingabe feststellen, ob der Algorithmus richtig funktioniert. “Diese Technologie sorgt inzwischen dafür, dass Berechnungen im Bereich Computer-Animation bis zu dreimal schneller ausgeführt werden können. Ein solches Performance-Ergebnis erwarten wir in Zukunft auch für andere Anwendungen”, erklärt Dr. Dietmar Hildenbrand, Mitarbeiter am Fachbereich Informatik der TU Darmstadt. “Da viele Problemstellungen aus Naturwissenschaft und Technik einen geometrischen Hintergrund besitzen, eignet sich die Geometrische Algebra für eine Vielzahl von Anwendungsfeldern. Wir arbeiten daran, diese Performance beispielsweise auch im Bereich Computervision und Robotik nutzbar zu machen.”

Ansprechpartner

Dr. Dietmar Hildenbrand
Telefon: 06151 155-667
E-Mail: dietmar.hildenbrand@gris.informatik.tu-darmstadt.de

 

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