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PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN
Was das Leben bringen kann, muss während der Entwicklung simuliert werden

Prüfteile in einer Salznebelkammer mit Sprühvorrichtung
TRW Prüfzentrum stellt zur Prüfung von Umwelteinfl üssen Bauteilalterungen im Zeitraffer nach
Umweltsimulationsprüfungen werden durchgeführt, um Materialien, Komponenten oder ganze Baugruppen im Hinblick auf ihre Beständigkeit zu überprüfen. Simulation bedeutet in diesem Zusammenhang in der Regel eine beschleunigte Alterung. Zur Gruppe dieser Tests gehören unter anderem die im Folgenden kurz beschriebenen:
Der Falltest deckt Vorgänge bei Handling, Transport und Montage ab, die zu einem sehr frühen Zeitpunkt der Produktlebensdauer vorkommen. Den gleichen Zweck hat der mechanische Schocktest.
Die Vibrationsprüfung stellt die Schwingungsbelastung während des Betriebs nach. Sie erzeugen in den Bauteilen wechselnde mechanische Spannungen, welche
zu Rissen und Brüchen führen können. Da es Stand der Technik ist, dem Bauteil während der Vibration eine Temperatur zu überlagern, wird eine derart kombinierte Prüfung durchgeführt.
Staub kann über der gesamten Produktlebensdauer auf ein Bauteil einwirken. Ziel der Staubprüfung ist es, die Verschmutzung zu simulieren und damit zusammenhängende mechanische oder elektrische Störungen auf die Funktionstüchtigkeit auszumachen (DIN EN 60529).
Die Kondenswasserkonstantklimalagerung wird heute nach DIN EN ISO 6270-2 durchgeführt. Sie simuliert die klimatischen Verhältnisse in den Tropen, während das Klima auf winterlichen Straßen sowie an Küsten durch die Salznebelprüfung abgedeckt wird (ASTM B117, DIN 50021, ISO 9227).
Durch einen Klimawechseltest werden in Ver bundbauteilen mechanische Spannungen erzeugt, bedingt durch die unterschiedlichen Aus dehnungskoeffizienten verschiedener Werkstoffe. Ferner wird die Wirkung von Betauung untersucht (z.B. -40°C < T < + 120°C, 0 < r.F. < 100%)
Die Temperaturschockprüfung dient als Katalysator für eventuell aufgetretene Haarrisse oder sonstige Materialveränderungen, die die vorgegebene Sollfunktion der geprüften Teile beeinträchtigen können. Die Prüflinge werden hierzu automatisch in regelmäßigem Wechsel (z.B. jede Stunde) von einem Prüfraum mit hoher Temperatur (z.B. 85°C) in eine Kammer mit niedriger Temperatur (z.B. – 35°C) umgelagert. Die Sonnensimulation und der Temperaturschocktest sind speziell für polymere Bauteilkomponenten beschwerliche Prüfungen. Bei der Sonnensimulation handelt es sich um eine Klimaalterung mit zugeschalteter Bestrahlung (DIN 75220).
Die Sonnensimulation ist üblicherweise eine Bauteilprüfung und daher nicht mit der Lichtechtheitsprüfung (VDA 75202), die nur an Materialienabschnitten
durchgeführt wird, zu verwechseln.
Umweltsimulationsprüfungen sind sehr aufwendige und teure Prüfungen, die oft in einer festgelegten Reihenfolge von denselben Prüflingen durchlaufen werden müssen, so dass der gesamte Prüfablauf einige Monate in Anspruch nehmen kann.
Ansprechpartner
Dr. Peter Placke
Telefon: 06021 314 – 1266
Email: Peter.placke@TRW.com





