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PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN

Night-Design und Leuchtreklame…

TRW Prüfzentrum führt Leuchtdichte- und Farbmessung durch

Messobjekt: Beleuchtetes Notausgangsschild

Messobjekt: Beleuchtetes Notausgangsschild

Ob Night-Design im Auto oder die Reklame am Kaufhaus – jedes auf seine Weise soll optimal auf den Betrachter wirken. Der Betrachter, dass sind wir, wenn wir abends im Auto das Licht einschalten und die Armaturen lesen möchten oder wenn wir durch die Fußgängerzone schlendern und uns durch Schaufenster und Reklame anziehen lassen. Bei der Auslegung beleuchteter Körper entsteht immer wieder die Frage: Können wir die optimale Wirkung von beleuchteten Einrichtungen messen?

Für die Stärke einer Lichtquelle gibt es eine eigene Einheit im international genormten Einheitensystem (SI) – Candela (cd). Um sich besser vorstellen zu können, was ein Candela ist, folgen hier ein paar Beispiele: 100 W Glühlampe 110 cd, 100 W Scheinwerfer bis zu 106 cd in Strahlrichtung, LED für Signalzwecke (10 mA) 1-300 mcd.

Heute werden CCD Kameras verwendet, um die Lichtstärke zu messen. Die Lichtstärke bezogen auf eine Flächeneinheit wird Leuchtdichte genannt (cd/m2). Wie bei jedem Digitalfotoapparat liefert auch bei Leuchtdichtekameras ein CCD Chip abhängig davon, wie viel und welche Art Licht auf ihn trifft, ein elektrisches Signal. Spezialelektronik und nachgeschaltete Software ermöglichen es, dem Signal die vom Chip registrierte Leuchtdichte zuzuordnen. Mit diesen Informationen kann dann ein Fehlfarbenbild oder eine andere Darstellung des Messobjektes entworfen werden.

Bewertung der Daten am Computer durch Fehlfarbendiagramme

Bewertung der Daten am Computer durch Fehlfarbendiagramme

Viel besser als das menschliche Auge

Im TRW Prüfzentrum steht für die Leuchtdichte- und Farbmessung an beleuchteten Einrichtungen eine Lumicam 1300-200 zur Verfügung. Sie besitzt einen hochauflösendem 2/3 Zoll CCD Chip und ein Nikon 50 mm Objektiv. Damit kann eine Beleuchtung erheblich feiner bezüglich ihrer Gleichmäßigkeit beurteilt werden, als mit dem menschlichen Auge. Während unser Auge bei kleinen Lichtquellen nur Schritte von etwa 2cd/m2 auflösen kann, schafft die Kamera mühelos auch 0.1cd/m2. Das ist auch notwenig, da viele technische Vorschriften in der Automobilbranche für die Gleichmäßigkeit einer Beleuchtung Toleranzen von ±1cd/m2 vorschreiben. Damit ist der Mensch in dieser Disziplin zur Qualitätskontrolle überfordert und muss das Feld den Maschinen überlassen. Freilich dürfen wir uns als Betrachter bei diesen Qualitätsansprüchen über ein perfektes Night-Design im Auto oder eine Leuchtreklame freuen, die ihre Leuchtkraft der Umgebungsbeleuchtung harmonisch anpasst.

Ansprechpartner

Dr. Peter Placke
Telefon: 06021-314-1266
E-Mail: peter.placke@trw.com

 

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