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PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN

ADAPT Elektronik wichtiger Partner in CERN-Projekt

Europäisches Forschungszentrum zeichnet Großheubacher Firma aus

Applikationsbericht zum Download

Download adapt_apllikationsbericht.pdf - 64 kB

20 Mitgliedsstaaten, 2.500 Angestellte und jährlich rund 6.000 Gastwissenschaftler – das sind die beeindruckenden Zahlen des europäischen Forschungslabors für Nuklearphysik CERN in Genf. Hier suchen die Forscher nach den letzten Grundbausteinen der Materie. Mit kilometerlangen Beschleunigern und haushohen Detektoren fahnden sie unterirdisch nach exotischen Elementarteilchen.

Die Firma ADAPT Elektronik aus Großheubach ist am Aufbau des aktuellen CMS-Experiment erfolgreich beteiligt. Hier kommt eine Vielzahl unterschiedlicher Detektoren zum Einsatz. Dabei stellt das Kalorimeter aus Blei-Wolfram-Kristallen, die eine ausgezeichnete Auflösung für hochenergetische Photonen (z.B. aus Higgs-Zerfällen) besitzen, ein herausragendes Merkmal des CMS dar. In einem Solenoidmagneten, der ein Feld von 4 Tesla erzeugt, befindet sich ein Spurdetektor, der auf Halbleiterbasis aufgebaut ist und die Spuren der Teilchen aufzeichnen soll. Der Spurdetektor besteht aus einzelnen Mikrostreifendetektoren aus Silizium, die eine Gesamtfl äche von 210 m2 erreichen.

Sonderkabel und -stecker von Nöten

Diese Silizium-Mikrostreifendetektoren werden mittels speziell für diesen Experimentalaufbau definierter und gefertigter Sonderkabel mit der ersten Verbindungsstelle verbunden. Beide Enden sind mit unterschiedlichen Steckern zu konfektionieren.
An dieser Stelle bringt die ADAPT Elektronik ihre Kompetenz in das Projekt ein. Das erste Ende erhält einen Sub-D-Stecker mit Hochstrom-und Signalkontakten, wobei die Kontakte lötseitig zu kürzen sind. Statt des Standardgehäuses muss ein Sondergehäuse aus Zweikomponentenverguss als Formverguss aufgebracht werden. Diese Sonderschritte sind notwendig, da innerhalb der Detektorelemente akuter Platzmangel herrscht.

Daher sind die Maßtoleranzen sehr eng gefasst. Die Leiter des zweiten Endes werden mit Crimp-Kontakten kontaktiert, wobei das Rundkabel in zwei Zweige aufgeteilt wird. Diese Zweige werden mit einem speziellen Geflechtschlauch gebündelt.

Hohe Anforderungen

Die eng gefassten Toleranzen, die Besonderheit des Kabelaufbaus und die späteren
Einsatzbedingungen stellen an Material und Verarbeitung besondere Anforderungen. Löten von versilberten Aluminiumleitern eines sich starr verhaltenden Kabels an Kontakte, deren Lötkelche aus Platzmangel abgeschnitten wurden, um die gegebenen Grenzmaße einhalten zu können. Einlegen dieses Endes in eigens dafür hergestellten Formen und Vorrichtungen und Erzeugen des Steckergehäuses durch Vergießen mit strahlenfestem Zweikomponentenverguss.

Einhaltung fest vorgegebener Anzahl von Verdrillungen der Litzen je Längeneinheit, damit sichergestellt wird, dass das Magnetfeld von 4 Tesla die Kabel nicht “sprengt”. Sicherstellung, dass alle verwendeten Kunststoffmaterialien ebenso wie der bereits erwähnte Zweikomponentenverguss strahlenfest sind, damit diese Bauteile nicht im Bombardement der subatomaren Teilchen zu Staub zerfallen.

Von mehr als 1.000 Zulieferern wurden nun neun, darunter die ADAPT Elektronik, für die herausragende Unterstützung des CMSProjekts ausgezeichnet. Einen ausführlichen Applikationsbericht (pdf) finden Sie unter www.zukunftsmagazin.de .

Ansprechpartnerin

Annegret Zöller
Telefon: 09371 4004-21
E-Mail: azoeller@adapt.de

 

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