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PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN
Ganz wie neu statt abgewetzt und verschlissen
TRW prüft Oberflächenbeständigkeit von Automobilinnenraumkomponenten

Veslic Tester während der Prüfung an einem Streifen Lenkradoberfläche
Der Sitzbezug ist verschlissen, Greifspuren an der Türverkleidung und die Lederoberflächen speckig. Derart abgenutzt und verbraucht sinkt der Wiederverkaufwert eines Fahrzeugs erheblich. Seit den frühen 80iger Jahren wird von den Automobilherstellern daher Wert auf die Entwicklung von Fahrzeugkomponenten gelegt, die einer “üblichen” Benutzung über die Dauer eines Fahrzeuglebens von 10 bis 15 Jahren standhalten können.
Verschleißerscheinungen an Innenraumkomponenten bei regelmäßiger Benutzung sind aber selbst bei bester Pflege vorprogrammiert und können durch Verwendung von Haushaltsreinigern sogar begünstigt werden. Die Material- und Bauteilspezifikationen der Automobilhersteller schließen daher Beständigkeitsprüfungen gegen eine Reihe gebräuchlicher Haushaltschemikalien und mechanische Belastung ein und kombinieren diese auch.
So ist verständlich, dass ein Lenkrad gegen mechanischen Abrieb mit und ohne Wasser, Schweiß, Scheibenreiniger, Cockpitspray oder Waschbenzin beständig sein muss. Was für den Schutz der menschlichen Haut gedacht ist, wie Hand- oder Sonnencreme sowie Insektenschutzmittel kann unter Umständen in die Oberflächen einzudringen und deren Struktur verändern.
Verschiedene Prüfverfahren
Zur Oberflächenprüfung werden in der Regel normierte Abriebprüfverfahren eingesetzt, wie der Crockmeter-, Veslic- und Taber-Test. Diese Verfahren setzen ebene Prüfflächen einer bestimmten Größe voraus, so dass neue Geräte entwickelt wurden, die auch den Abrieb auf gekrümmten Oberflächen und sehr kleinen Einheiten zulassen. Abgesehen davon werden Verfahren genutzt, wie die Kratzprüfung oder die Kreuz- und Gitterschnittprüfung mit dem Ein- oder Mehrklingenmesser um Schnittverletzungen von Oberflächen zu simulieren.
Bei den meisten Abriebprüfungen wird ein Abschnitt der zu untersuchenden Bauteiloberfläche auf eine Arbeitsfläche aufgespannt. Am Reibfinger oder Stempel wird ein Reibgewebe aus Baumwolle oder Filz befestigt, welches auch mit den oben genannten Medien getränkt sein kann. Dann wird der Abriebfinger zyklisch über die Oberfläche gerieben. Nach der Prüfung werden sowohl das Gewebe als auch die abgeriebene Oberfläche visuell beurteilt.
Zur Kreuz- oder Gitterschnittprüfung wird mittels eines Spezialmessers die zu untersuchende (lackierte) Oberfläche angeritzt. Dann wird ein Klebeband auf die angeritzte Stelle geklebt und angedrückt, bevor es ruckartig abgezogen wird. Im erwünschten Fall werden mit dem Klebeband vom Lack keine Partikel abgerissen. Oberflächen können aber nicht nur mittels manueller Techniken geprüft werden, bei der die Kraft des Andruckes nicht genau festgelegt ist, sondern auch mit speziellen Ritzautomaten.
Bei allen Prüfungen steht im Vordergrund, eine hohe Qualität der Oberfl äche zu attestieren und diese für den Serieneinsatz freizugeben. Das TRW Prüfzentrum in Aschaffenburg bietet die oben genannten Prüfverfahren und viele andere Dienstleistungen rund um Komponentenprüfungen an.
Ansprechpartner
Dr. Peter Placke
Telefon: 06021 314-1266
E-Mail: peter.placke@trw.com





