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INTERVIEW

„Kundennähe und State-of-the-art Technologien

Rolf Schwind im Gespräch mit den Z! Redakteuren


Bild von Herrn Rolf Schwind

Genau hinschauen, entdecken, erkennen, kann nur jemand, dessen Augen exakt arbeiten. Dieser vielleicht wichtigste menschliche Sinn ist aber aufgrund von verschiedenen Fehlsichtigkeiten bei einem großen Teil der Menschheit eingeschränkt. Wenn Brillen oder Kontaktlinsen keine optimalen Ergebnisse liefern, oder weil aus kosmetischen Gründen keine Brille gewünscht ist, kann ein chirurgischer Eingriff – im Volksmund “lasern” genannt – zu einer enormen Verbesserung der Sehleistung führen.

In Kleinostheim ist die SCHWIND eye-tech-solutions GmbH & Co. KG ansässig, die in den letzten Jahren in dieser noch jungen Disziplin große Kompetenz in der Entwicklung und Herstellung von medizinischen Geräten für die refraktive Hornhautchirurgie aufgebaut hat.

Z! Herr Schwind, Sie stellen High-tech-Geräte für operierende Augenärzte her. Was können die Ärzte mit diesen Geräten anstellen?

Wir bieten eine vollständige Produktpalette im Geschäftsfeld der “refraktiven Hornhautchirurgie”
an. Augenkliniken, große Arztpraxen und auf Laseroperationen spezialisierte Zentren setzen unsere Diagnosesysteme, Software, Mikrokeratome und Excimer-Laser zur operativen Behandlung von Sehfehlern ein.

Z! Was ist der Hauptnutzen Ihrer Produkte?

Ärzte und Patienten erwarten: Eine Laserbehandlung soll – unabhängig vom Grad der Sehschwäche – auch ohne den Einsatz von Interview Brille oder Kontaktlinsen zur optimalen Sehqualität führen. Mit unseren Geräten geben wir den Ärzten Technologien an die Hand,
mit denen sie ihren Patienten mit höchster Präzision, fast schmerzfrei und mit extrem schnellem Heilungsprozess helfen können.

Z! In Deutschland konzentriert sich offenbar viel Knowhow rund um die medizintechnischen Geräte der refraktiven Hornhautchirurgie. Was unter scheidet Sie von anderen Unternehmen in diesem Bereich?

Stetige technologische Innovationskraft ist ein entscheidender Erfolgsfaktor, mit dem wir uns als mittelständischer Anbieter in einem von großen Mitbewerbern geprägten Markt positionieren.
Als Spezialist, der alle Geräte für Diagnose und Therapie bei der Laser-OP aus einer Hand anbietet und über langjährige Anwendungserfahrung verfügt, bieten wir “state-of-the art”-Technologien an. Nehmen wir das Beispiel Mikrokeratom, mit dem vor dem eigentlichen Lasereingriff die oberste Hornhautschicht gelöst wird. Für dieses Produkt haben wir eine einzigartige Pendelbewegung entwickelt, die präzisere und vorhersagbarere Ergebnisse ermöglicht als andere Mikrokeratome. Auch ist es derzeit nur mit unserem Laser ESIRIS möglich, während der Behandlung kontinuierlich die Hornhautdicke zu messen und damit mehr Sicherheit für den Patienten zu gewährleisten. Unsere hochentwickelte Software Custom Ablation
Manager verarbeitet die diagnostischen Informationen in individuelle, maßgeschneiderte
Abtragungsprofi le. Dies und weitere einzigartige Merkmale unserer Produkte tragen signifi kant zur Verbesserung der Qualität der Behandlungsergebnisse bei.

Z! Was zeichnet Schwind eye-tech-solution noch aus?
Extrem wichtig ist die Kundennähe. Wir sind auf das Feedback der Ärzte angewiesen, um die Produkte ständig zu verbessern. So führen renommierte Augenchirurgen regelmäßig klinische Studien durch, in denen die Qualität der Behandlungsergebnisse unter die Lupe genommen wird. Wir betreuen die Ärzte bei und nach der Einweisung intensiv und unsere Servicehotline ist 365 Tage im Jahr für 15 Stunden erreichbar. Für den Austausch der Anwender untereinander laden wir regelmäßig zu User-Meetings und Workshops ein.

Z! Sie agieren international sehr erfolgreich. Wie erreichen Sie Arztpraxen in Lateinamerika und Asien?

Wir verkaufen unsere Geräte in mehr als 60 Ländern und verfügen über ein nahezu weltumspannendes Netz von kompetenten Vertriebspartnern, die wir sehr sorgfältig aussuchen.
Dabei stellt die enge Zusammenarbeit mit den Distributoren sicher, dass unsere Anwender weltweit qualitativ hochwertige Dienstleistungen erhalten.

Z! Mit welchen Markteintrittsbarrieren haben Sie zu kämpfen?

Zulassungsvoraussetzung für ein Lasersystem ist in fast allen Ländern die Zertifizierung
nach DIN ISO EN 9000 und der europäischen Medizinprodukterichtlinie, die wir erfüllen. In den USA ist eine Zulassung durch die Food and Drug Administration (FDA) erforderlich, die von den technischen Voraussetzungen her identisch, aber äußerst zeit und kostenintensiv ist. Daher verzichten wir auf die Einführung unseres Lasers in den USA. Anders verhält es sich mit dem Mikrokeratom: Hier sind die Hürden geringer und hier verfügen wir über die FDA-Zulassung.

Z! Gibt es international unterschiedliche Einstellungen zur Laserchirurgie?

Ja, das kann man sagen. In südeuropäischen Ländern und Südamerika ist die Bereitschaft
zu einer operativen Korrektur der Fehlsichtigkeit höher als beispielsweise in Mitteleuropa. Ein anderer interessanter Aspekt macht sich in Südostasien bemerkbar: dort hat genetisch bedingt eine höhere Anzahl an Menschen Sehprobleme. In diesen Regionen verzeichnen wir daher einen regen Auftragseingang.

Z! Mit welchen Neuerungen dürfen Ihre Kunden in den nächsten Jahren rechnen?

Wir arbeiten mit Hochdruck an einer neuen Laser-Generation. Hier werden die neuesten Verfahren und technischen Erkenntnisse in den Behandlungsablauf integriert.

Z! Das klingt alles sehr ermutigend für Leute mit “schwachen Augen”. Wo sind die Grenzen Ihrer Technologie?

Leider können wir für Menschen mit der sogenannten Alterssichtigkeit noch keine Lösung
anbieten, obwohl dies ein gigantischer Markt ist. Es gibt bis dato keine zufriedenstellende
Technologien zur Laserkorrektur der Alterssichtigkeit. Sie entsteht durch den normalen Alterungsprozess und wird durch die abnehmende Elastizität der Linse verursacht. Wir haben allerdings einen vielversprechenden Ansatz, der derzeit evaluiert wird.

Z! Eine Frage zum Schluss. Wie beurteilen Sie den Standort bayerischer Untermain?

Der Standort ist aus mehreren Gründen ideal:
75 % unserer Zulieferer kommen aus der Region. Zudem bietet die Fachhochschule Aschaffenburg ein gutes Potenzial für die Rekrutierung künftiger Mitarbeiter.
Auch die Nähe zum Flughafen Rhein-Main ist ein großer Vorteil: Wir erzielen mehr als 80 % unseres Umsatzes außerhalb Deutschlands und entsprechend häufig nutzen unsere Kunden und Mitarbeiter den Flughafen.

Herzlichen Dank für das nette Gespräch, Herr Schwind!

Rolf Schwind ist geschäftsführender Gesellschafter der Schwind eye-tech-solutions GmbH & Co. KG und der Schwind Optic Partners GmbH. Der Betriebswirt hat 1998 die Unternehmensleitung von SCHWIND eye-tech-solutions in voller Verantwortung von seinem Vater Herbert Schwind übernommen. Seither konzentriert sich das ehemals als Handelsunternehmen gegründete
Unternehmen auf die refraktive Chirurgie. Neben der Leitung des Unternehmens ist
Rolf Schwind für die internationale Kundenakquise und -betreuung verantwortlich. Insgesamt 80 Mitarbeiter zählen zu seinem Team.

Ansprechpartner

Rolf Schwind
Telefon: 06027 508-213
E-Mail: r.schwind@eye-tech-solutions.de

 

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